Vollständige Fassung

Jahresbericht 2024

2024 feierte das Museum seinen 40. Geburtstag: Zeit, Rückschau zu halten und in den alten Unterlagen zu blättern. Der Gründung 1984 ging eine lange Vorgeschichte und ein unermüdliches Engagement von mehren Personen und Generationen voraus. Dank ihnen kann das Museum heute auf eine geschichtenreiche Sammlung zurückgreifen - das Herzstück eines jeden Museums.

Mit dem Wegzug nach Erlach trat der vormalige Präsident Peter Theilkäs (r.) zurück und Heinz von Bergen, bisher Vizepräsident, wurde als Nachfolger bestätigt.

Editorial

40 Jahre Museum Münsingen

Das Museum Münsingen feierte seinen 40. Geburtstag mit vielen verschiedenen, kleineren und grösseren Anlässen. Am 25. Mai fand der Jubiläumsanlass im Schloss Münsingen statt mit Ansprachen, der szenischen Führung der Schlossherrin Magdalena Nägeli, Führungen im Schloss und einem Apéro mit einer ganz besonderen Geburtstagstorte. Weiter wurden Besichtigungen der Archive, Führungen durch das alte Münsingen, Erzählungen von Schlossmärchen und Lesungen, Konzerte mit Tango Nuevo und den Münsinger Spiellüt, eine mystische Führung in der Nacht der Sterne und vieles mehr durchgeführt. Schorsch der Frosch war natürlich auch dabei. Während des Jubiläumsjahres erschienen die Website in einem speziellen Layout und dokumentierte die Ausstellungen der vergangenen 40 Jahre und die Vorgeschichte der Museumsgründung.

Im April feierten wir mit unseren Freiwilligen bei einem Apéro riche und musikalischer Unterhaltung den 2023 erhaltenen Kulturpreis. Die Übernahme des gesamten Nachlasses von Friedrich Traugott Wahlen konnte geregelt und die Sammlung vom früheren Standort auf dem Appenberg nach Münsingen überführt werden. An beiden Gedenkanlässen zum 125. Geburtstag vom Alt Bundesrat, ETH-Agrarprofessor und FAO-Direktor nahm eine Delegation vom Museum Münsingen teil und konnte dort bereits eine Konzeptidee zu einer entsprechenden Dauerausstellung vorstellen.

An der Strategiesitzung wurden einerseits die Umsetzung der Massnahmen überprüft, der bereits im Februar der Gemeinde vorgestellte Vorschlag für eine zukünftige Raumnutzung im Schloss in eine Konzeptidee weiterentwickelt und andererseits mit einem strukturierten Auswahlverfahren Themen für zukünftige Ausstellungen bestimmt. Nach der Einigung auf die Thematik «Aare» wurde die nächste Dauerausstellung konzipiert und geplant.

Ausführlicheres lesen Sie in den nachfolgenden Beiträgen - viel Vergnügen bei der Lektüre und herzlichen Dank für Ihr Interesse am Museum Münsingen.


40 Jahre Museum Münsingen

Von der Heimatstube zum Museum

Am 25. Mai und während des ganzen Jubiläumsjahrs feierten wir den Museumsgeburtstag mit einem bunten Strauss von Angeboten für Gross und Klein. Unterwegs durch das Hinterdorf, zu Gast bei Magdalena Nägeli oder auf Geschichtenreise in Märchenschlössern - die Einladung zum Staunen und Geniessen fand ein erfreulich zahlreiches Publikum, das mitfeiern mochte. Dass in Münsingen überhaupt ein Museum besteht, ist dem unermüdlichen Engagement von vielen Menschen über drei Generationen hinweg zu verdanken. Dank ihnen kann das Museum heute auf eine geschichtenreiche Sammlung zurückgreifen - das Herzstück eines jeden Museums.

Sammeln und bewahren vor 100 Jahren

Alles begann mit Jakob Lüdi. Der Sekundarschullehrer richtete 1920 im Mittelwegschulhaus die «Heimatstube» ein. Diese heimatkundliche Sammlung diente im Unterricht als Anschauungsmaterial. Jakob Lüdi war von 1886 bis 1931 Lehrer mathematisch-naturwissenschaftlicher Richtung an der Sekundarschule Münsingen. 1906 beteiligte er sich an den Ausgrabungen der Keltengräber Münsingen-Rain, wo er unter anderem die Gräber kartierte.

Sein Interesse galt aber auch der Ortsgeschichte. Um 1920 richtete er im Mittelwegschulhaus, dem alten Sekundarschulhaus, die «Heimatstube» ein. Nach einem Sammelaufruf an die Bevölkerung erhielten alle, die ein Objekt in die Heimatstube brachte, eine «Empfangsbestätigung». Thematische Schwerpunkte waren Exponate aus der Steinzeit, Knochen aus der Pfahlbauzeit, römische und keltische Funde, Waffen, Küchengeräte, Massstäbe und Skizzen zum Latène-Friedhof - die Grundlage für ein Ortsmuseum war gelegt. Doch das heimatkundliche Interesse hielt nicht an. Im Laufe der Zeit wurde der Schulraum knapp, die Heimatstube wurde geräumt und die Objekte in Schränke und auf Estriche verbannt.

Mehr über den langen Weg zum Ortsmuseum lesen Sie hier.

 


«FTW» wagt bei der Einweihung des neuen Schulhauses in Trimstein, seinem Heimatort, ein Tänzchen.

Sammlung

Die Welt der Zinnfiguren - und eines Bundesrates

Neben einer Reihe von einzelnen Objekte, die in diesem Jahr dem Museum übergeben wurden, sind es vor allem zwei grössere Sammlungen, mit denen wir uns befassen durften:


Zinnfiguren von Willi Graf

Unser Münsinger Mitbürger Willi Graf hat sich Zeit seines Lebens mit Zinnfiguren befasst, Hunderte von verschiedensten Soldaten aus allen Zeiten gegossen, aber auch andere Figuren wie Tiere, Pflanzen, Alltagsfiguren, allegorische Gestalten, Plaketten usw. Er überliess uns seine gesamte Sammlung, die nun unsere Museumssammlungen um ein inhaltlich und materiell neues Feld ergänzt.

Ein «Münsiger» Weltenbürger

Der zweite grosse Posten betrifft die Sammlung Friedrich Traugott Wahlen (FTW). Wie bereits im letzten Jahresbericht erwähnt, konnten wir den Nachlass von FTW für unser Museum sichern. Am 17. Oktober transportierten wir alle schriftlichen Unterlagen und drei USM-Vitrinen mit persönlichen Objekten aus der Gedenkausstellung auf dem Appenberg nach Münsingen.
Friedrich Traugott Wahlen, Emmentaler, Vater der Anbauschlacht, ETH-Professor, Zürcher Ständerat, Vizedirektor der Welternährungsorganisation FAO, Bundesrat, Mediator im Jurakonflikt oder Präsident der Vorbereitungsgruppe für die neue Bundesverfassung usw. war Bürger von Trimstein, war also, als Folge der Gemeindefusion von Trimstein mit Münsingen, eigentlich auch ein «Münsiger» - ein Augenzwinkern ist erlaubt.

Aus seiner Feder stammen einige Bücher, wie etwa «Mehr anbauen oder hungern» von 1942 oder «Dem Gewissen verpflichtet» von 1966. Dutzende von Sonderdrucken zeigen, dass er sich - als mehrsprachiger Universalgelehrter - mit allen möglichen Themen befasst hat. So schrieb er 1933 über die «Ausgestaltung des schweiz. Saatkartoffelanbaues», 1956 über «Hochkonjunktur und Menschenwürde», dann beispielsweise mit «Quelques aspects des relations extérieures actuelles de la Suisse» oder «La battaglia agricola». Wie die Schrift «Some Views on Swiss Foreign Policy» beweist, war ihm auch das Englische geläufig.

Ergänzt wird unsere Sammlung nun durch viele private Objekte, vom Taufschein von 1899 über das Schulzeugnis oder den Fahrausweis, von der Studentenmütze über den Ausweis als Ständerat, das Reisetagebuch aus China oder die von Lyndon B. Johnson, dem US-Präsidenten signierte Foto, auf welcher dieser seine tiefe Hochachtung («deep esteem») für FTW ausdrückt. Die silberne Zigarettenschatulle (Geschenk des thailändischen Landwirtschaftsministers) fehlt so wenig wie die von ihm angeregten instruktiven Plakate zur Anbauschlacht.
 

Die Sammlungen in Zahlen

BestandesentwicklungEnde 2021Ende 2022Ende 2023Ende 2024
Archivalien

18'260

18'291

18'275

18’323

Sachgüter

5'083

5'216

5'181

5’187

Kunst

 

 

297

303

Nachlass Therese Keller

1'063

1'063

1'063

1’063

Taufzettel (kommissarisch betreut)

1'873

1'874

1'874

 

Total (ab 2024 ohne Taufzettel)

26'279

26'444

26'690

24’876

 


Die fünf jungen Taschenlampenführer lotsten das Publikum zu interessanten Objekten im dunklen Kellerarchiv des Schulhauses.
Das Pflugmodell aus der Museumssammlung wird im Klassenzimmer genau studiert...
...und in der Schulausstellung in Szene gesetzt.

Vermittlung

«Nacht im Museum»

Im Berichtsjahr wurde im Vermittlungsbereich viel vorbereitet, Netzwerke wurden aufgebaut und Neues ausprobiert. So konnte im Juni ein Pilot des Ernährungstags mit einer fünften Klasse durchgeführt werden. Nach dem Besuch der Öle durften die Schüler:innen in der Holzofenbäckerei Brote backen. Auch mit Nussmehl aus der Öle wurde gebacken: dies bleibt übrig von den Baumnusskernen, nachdem das Öl gepresst wurde. In der Öle beobachteten die Schüler:innen den Ablauf des Ölens, stellten Fragen und konnten durch eine Degustation die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen von Oliven-, Raps-, Sonnenblumen- und Nussöl kennenlernen. Der Tag wurde evaluiert und wird 2025 mit einem neuen Ablauf wieder angeboten.

Schulklassen nehmen sich der Aare an

2024 stand ganz im Zeichen der Aare. In verschiedenen Klassen- und Freifachprojekten erarbeiteten Schüler:innen Beiträge für die Aare-Ausstellung 2025: Schüler:innen des Freifachs «Urban Sketching» setzten Fluss-Stimmungen und eigene Beobachtungen in meist farbigen Bildern gekonnt in Szene. Zwei 4. Klassen schufen im Deutschunterricht mit sogenannten «Elfchen» Gedichte aus 11 Worten zu Aare- und Wasserthemen. Klassen der Mittelstufe massen die Fliessgeschwindigkeit der Aare, dokumentierten den Wandel der Jahreszeiten an der Aare und studierten verschiedene Tiere wie den Eisvogel. Eine fünfte Klasse nimmt sich der Frage des Abfalls an der Aare an. Diese Projekte werden im Laufe der Aare-Ausstellung im Wechsel gezeigt.

Taschenlampenführungen im Museumsarchiv

Erstmals machte das Museum an der traditionellen «Vernissage» im Rebacker zum Thema «Alt/Neu» mit. Die Klasse 7a von Emanuel Dettwiler und Urs Plüss hat unter dem Motto «Nacht im Museum» Taschenlampenführungen durch das Museums-Archiv im Schulhaus angeboten und Gegenstände aus dem Museumsfundus neu inszeniert. Die Schüler:innen haben dazu recherchiert, Objektinfos vom Museum verarbeitet und einen «Crash-Kurs» für die Taschenlampenführung erhalten.

Die AG Vermittlung konnte 2024 Bernhard Egli als neues Mitglied gewinnen. Er hat vorgeschlagen, den erstmals 2006 angebotenen Römerrundgang neu aufzulegen und für 4. Klassen anzubieten. Das aktuelle Team besteht aus Vera Wenger, Regula Jufer, Heiri Probst, Sarah Pfister und Maurizio Maggetti-Waser.

Beliebt und ausgebucht

Das «Abenteuer im Schloss» - inzwischen ein beliebter und stets ausgebuchter «Klassiker» im Vermittlungsangebot - wurde von Therese Otti und Therese Wittwer erneuert. Im «neuen» Abenteuer im Schloss erleben die Kinder eine neue Geschichte. Auf der Rätselreise durch das Schloss vom tiefsten Keller bis unters altehrwürdige Dach engagieren sich die Kinder schlau und erfinderisch in ihren Rollen: der Zauberer nutzt seine Zauberkraft, die Prinzessin nimmt den Bösen mit ihrem Lächeln den Wind aus den Segeln. Gemeinsam lösen die Kinder Rätsel und unterstützen einander, wenn's manchmal ein wenig unheimlich wird. Doch beschützt von ihrer magischen Begleiterin Calendula kann ihnen sowieso nichts passieren.


viele Freiwillige Mitarbeiter:innen sitzen an schön geschmückten Tischen in einem Raum mit Holzbälken und weissen Wänden.
Das Team des Gnuss-Bistro sorgte für Augenschmaus und Gaumenfreuden...
viele Freiwillige Mitarbeiter:innen sitzen an schön geschmückten Tischen in einem Raum mit Holzbälken und weissen Wänden. Vorne sitzt ein Mann auf einem Hocker, singt und spielt dazu Gitarre.
...und der Troubadour Rolf Marti unterhielt die Gesellschaft mit seinen Berner Chansons.
allerlei belegte Brote.
Gruppe von älteren Leuten im Blumenhausgarten von Münsingen.
Die Freiwilligen MitarbeiterInnen des Museums und der Oele Münsingen an der  Ausstellung Bergfried Museum & Schloss Burgdorf

Freiwillige Mitarbeit

Ein grosses «MERCI» an das Museumsteam

Das Freiwilligenteam des Museums im Schloss und die Ölemannen und -frauen haben auch 2024 wieder unzählige Arbeitseinsätze geleistet und mit ihrem Engagement einen unschätzbaren Beitrag zum Gemeindeleben, für die Kultur und den Erhalt von Kulturgütern geleistet. In der Öle wurde fleissig geölt, gepflegt und repariert. Kundinnen und Kunden gingen zufrieden mit ihrem frisch gepressten Baumnussöl nach Hause und die Ölemannen haben an diversen Märkten das duftende Öl feilgeboten.

Im Schloss hat das Museumsteam die für 2025 geplante Sonderausstellung «Aare» vorbereitet, die römischen Mosaiken fürs Publikum geöffnet, neue Sammlungsobjekte inventarisiert und erforscht, die verschiedenen Geburtstagsanlässe des Museums vorbereitet und betreut, Gruppen durch Ausstellungen und auf Rundgängen begleitet, Kinder und Klassen begeistert, gebaut, gezimmert, geputzt, geworben, Ideen gesammelt und umgesetzt.

Stark im Team

In fast jedem Projekt, das im Museum angegangen wird, sind mehrere Personen und damit meist verschiedene Kompetenzen vereint. Jeder Beitrag - und sei er noch so klein - zählt und trägt zum Gelingen bei. Die Freiwilligen sind es gewohnt, Hand in Hand zu arbeiten, sich auszutauschen und einander zu unterstützen. Gemeinsam verfolgen sie ein gestecktes Ziel - flexibel, kreativ und mit Herzblut. Ich danke allen freiwillig Tätigen in Schloss und Öle dafür, dass sie sich immer wieder aufs Neue auf Projekte einlassen, ihr Können in den Dienst eines gemeinsamen Ziels stellen. 

Gaumenfreuden und Ohrenschmaus

Wie im Vorjahr berichtet, durfte das Freiwilligenteam des Museums im Schloss 2023 den Kulturpreis der Einwohnergemeinde Münsingen in Empfang nehmen. Die Freude war allseitig gross über dieses wichtige Zeichen der Wertschätzung für die jahrelange Arbeit. Das Preisgeld von 2500 Franken haben wir dazu verwendet, dem Museumsteam im Rahmen eines festlichen Anlasses mit «Apéro riche» und Unterhaltung durch den Berner Liedermacher Rolf Marti den Dank für die jahrelange, ja zum Teil jahrzehntelange Freiwilligenarbeit auszusprechen.

Gemeinsam erleben

Die oben angesprochene Teamarbeit lebt vom Teamgeist. Damit das Freiwilligenteam aus Öle und Schloss regelmässig Gelegenheit hat, diesen auch ausserhalb der Arbeit zu pflegen und gemeinsam etwas zu erleben, finden der jährliche Ausflug und das Essen für alle Freiwilligen statt. Der Ausflug führte uns im Berichtsjahr nach Burgdorf ins Schloss und nach Krauchthal ins Museum.
Auch das Freiwilligenessen im Garten des Blumenhauses wurde dank herrlichem Wetter und kulinarischen Genüssen ein gelungener Anlass. Das i-Tüpfelchen setzten die Musiker von der Bluesband «Schwarzbach Blue»: Fritz Wittwer, Freiwilliger im Museum und talentierter Sänger und Gitarrist,  bewies mit seinen Bandkollegen, dass Blues auch im Aaretal so richtig mitreissend sein kann - für gute Stimmung war gesorgt.

Die Bildergalerie zum Kulturpreis-Apéro vom 4. April finden Sie hier.

Bildergalerie zum Freiwilligen-Ausflug

Bildergalerie zum Jahresessen für die Freiwilligen von Öle und Schloss


Die Mitglieder der Museumskommission: Heinz von Bergen, Sarah Pfister (Museumsleiterin), Vera Wenger (Gemeinderätin Kultur), Maurizio Maggetti, Peter Theilkäs, Beat Streit, Fritz Wittwer, Heiri Probst (v.l.n.r.). Es fehlen Christine Klopper und Ursula Mergozzi.

Strategie

Von der Strategie zum Projekt

Die Gesamtstrategie des Museums Münsingen ist strukturiert in Infrastruktur, Kommunikation, Sammeln und Bewahren, Vermitteln und Freiwilligenarbeit. Für diese fünf Aktionsfelder oder Teilstrategien wurden Massnahmen - mit entsprechenden Zeitplänen - erstellt. An der jährlich stattfindenden Strategiesitzung wird der aktuelle Stand in der Umsetzung der Massnahmen erhoben, Herausforderungen eruiert und je nach Situation neu priorisiert.

Auf der Basis des 2023 erarbeiteten Kommunikationskonzeptes und des am 7.2.2024 der Gemeinde vorgestellten Vorschlages für eine zukünftige Raumnutzung im Schloss wurde ein Grobkonzept erarbeitet und am 27.11.2027 wiederum der Gemeinde präsentiert. Die Inhalte des Grobkonzeptes werden in die Immobilienstrategie der Gemeinde Münsingen einfliessen.

Teilstrategien für jedes Aktionsfeld

Zu der im Vorjahr erarbeiteten Gesamtstrategie wurden in fünf Arbeitsgruppen für die Aktionsfelder «Sammeln und Bewahren», «Vermitteln», «Kommunikation», «Infrastruktur» und «Freiwilligenarbeit» Teilstrategien erstellt und in sogenannten Faktenblättern die entsprechenden Stossrichtungen, Massnahmen und Zeitpläne abgebildet. Die wichtigsten Massnahmen wurden in Projekte überführt und der jeweilige Projektverlauf auf sogenannten Projektblättern aufgezeigt. Alle Zeitpläne wurden in einer Gesamtübersicht dargestellt und auf die gesetzten Endtermine oder die knapp vorhandenen Ressourcen abgestimmt.

Am dritten Strategie-Workshop wurde der Stand der Umsetzung in den Teilstrategien aufgezeigt, diskutiert und für die weitere Umsetzung Schwerpunkte bei den Massnahmen festgelegt. Zum Teil kurz vor Fertigstellung oder schon weit fortgeschritten sind beispielsweise ein Konzept zur verbesserten Raumnutzung im Schloss, ein Kommunikationskonzept, eine Themensammlung für die Volksschule aber auch praktische Vorhaben wie Schulungen mit der Archiv-Software und Rückmeldemöglichkeiten bei Anlässen.

Durch die bevorstehende Zentralisierung der Gemeindeverwaltung im geplanten Neubau hat sich die Arbeitsgruppe Infrastruktur Gedanken gemacht, in den frei werdenden Büroräumlichkeiten im Schloss neue Möglichkeiten anzubieten, fehlende Angebote zu etablieren und Bestehendes auszubauen und weiterzuentwickeln. Auf der Basis der 2022 erarbeiteten Strategie Museum Münsingen entwickelt die Museumskommission einen Vorschlag für eine zukünftige Raumnutzung im Schloss Münsingen.


Museumspost

Mit der elektronischen Museumspost informieren wir Sie vier bis sechs Mal im Jahr über Aktuelles vor und hinter den Kulissen. Kurz, knapp und bunt.

Was läuft vor und hinter den Kulissen?

Was läuft im Schloss und in der Öle? Welche Anlässe finden statt? Woran arbeitet das Museumsteam?

Danke!

Schön, dass wir Sie auf dem Laufenden halten dürfen. Danke für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung der Kultur vor Ihrer Haustür.

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