Forschen und Sammeln vor 100 Jahren

Von der «Heimatstube» zum Museum

Alles begann mit Jakob Lüdi. Der Sekundarschullehrer richtete 1920 im Mittelwegschulhaus die «Heimatstube» ein. Diese heimatkundliche Sammlung diente im Unterricht als Anschauungsmaterial.

Jakob Lüdi war von 1886 bis 1931 Lehrer mathematisch-naturwissenschaftlicher Richtung an der Sekundarschule Münsingen. 1906 beteiligte er sich an den Ausgrabungen der Keltengräber Münsingen-Rain, wo er unter anderem die Gräber kartierte.

Sein Interesse galt aber auch der Ortsgeschichte. Um 1920 richtete er im Mittelwegschulhaus (altes Sekundarschulhaus) die «Heimatstube» ein. Wer ein Sammelobjekt in die Heimatstube brachte, erhielt eine «Empfangsbestätigung». Thematische Schwerpunkte waren Exponate aus der Steinzeit, Knochen aus der Pfahlbauzeit, römische und keltische Funde, Waffen, Küchengeräte, Massstäbe, Skizzen zum Latène-Friedhof. Er verfasste eine ganze Reihe von Aufsätzen zu allen möglichen Belangen der Ortsgeschichte. 

Im Laufe der Zeit wurde der Schulraum knapp, die Heimatstube geräumt und die Objekte in Schränke oder auf den Estrich verbannt.

Der lange Weg zum Ortsmuseum

Es dauerte etwa dreissig Jahre, bis sich wieder jemand dieses «alten Zeugs» annahm. 1967 meldeten sich Georg Glaser, Paul Hofer und Walter Bärtschi beim Gemeinderat und schlugen vor, einen Ausschuss zu bilden, der alle Objekte von Jakob Lüdi und weitere sammelnswerte Dinge zusammentragen, inventarisieren und an geeigneter Stelle einlagern würde – bis es dann einmal ein Heimat- oder Ortsmuseum gäbe.

Der Gemeinderat war einverstanden und wählte 1968 einen Ausschuss für die Betreuung der Heimatstube. Mitglieder waren:
Georg Glaser, alt Direktor Schwand
Paul Hofer, Schulsekretär
Walter Bärtschi, Buchdrucker
Alfred Blaser, Lehrer
Fritz Friedli, Architekt
Fritz Stutz, Schneidermeister
Fritz Wittwer, Wirt und Metzgermeister

Ab 1974 wurde das Gremium als Kommission für das Ortsmuseum bezeichnet, ab 1978 hiess es dann Museumskommission. Dies waren damals die Mitglieder:

Bartl Walter, Leiter des Freizeitwerks
Bärtschi Walter, alt Maschinenmeister
Blaser Alfred, Lehrer
Eggimann-Pfister Rosmarie, Hausfrau
Friedli Fritz, Architekt
Glatthard Peter, Prof. Dr., Universitätsdozent
Lüthi Walter, Architekt HTL
Maurer Alfred, alt Maschinenmeister
Wittwer Fritz, alt Metzgermeister
Zumstein Frieda, pens. Verwaltungsangestellte
Schranz Peter, pens. Lehrer

Zum 30-jährigen Jubiläum des Museums 2014 wurde die Heimatstube sanft restauriert, neu beleuchtet und mit einem Teil der ursprünglichen Sammlungsobjekte bestückt. 

Am Donnerstag, 13. September 1984 wurde das Museum eröffnet.

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