Dauerausstellung in der Öle:

Vom Feuer zum Licht

Die Daueraustellung « Vom Feuer zum Licht » zeichnet die Entwicklung der Lichtquellen und Brennstoffe nach. Älteste bekannte Lichtquelle ist der Kienspan, ein Stück harzreiches Holz. Später übernahmen die Römer von den Griechen die Öllampen und brachten sie bis nach Mitteleuropa. Ausgehauene Sandsteine, Lampen aus Ton, Eisen, Kupfer, Bronze, Messing, Zinn und Glas waren Träger der Pflanzenöle. In Mitteleuropa waren dies Öle aus Bucheckerkernen, aus Hanf-, Flachs-, Raps oder Mohnsamen. Zudem wurden Talg von Schafen, Ziegen und Rindern und Tran verwendet. Während Jahrhunderten wurde in der Öle Münsingen vor allem Lewatöl (Rapsöl) für die Öllampen produziert.
Zwischen 1860 und 1900 wurden die Öllampen durch Petrollampen ersetzt, und mit der Einführung des elektrischen Lichts, ab 1900, hatten auch diese in weiten Teilen des Landes ausgedient. Auch Münsingen verfügte um die vorletzte Jahrhundertwende bereits über einen Netzanschluss für Elektrizität. Ein Anschluss der Öle wäre aber zu teuer gewesen, weshalb hier bis 1945 immer noch Petrollampen, Kerzen und « Öltägel » ein kärgliches Licht spendeten.