Feuerbekämpfung mit Eimer und Patsche
Feuereimer
Im Mittelalter waren Löschketten oft die einzige Möglichkeit, Brände zu bekämpfen. Die Männer reichten sich die gefüllten Eimer, während Kinder und Frauen die leeren Gefässe zur Wasserquelle zurückreichten.
Jede Familie war verpflichtet, einen Feuerlöscheimer im Haushalt zu haben. Lederne oder hölzerne Eimer ermöglichten durch Bildung von Eimerketten (von Brunnen/Flüssen zum Brandherd) das Löschen der oft verheerenden Feuer in dicht bebauten Siedlungen. Sie wurden gut sichtbar aufbewahrt und waren Teil der Feuerordnungen.
Patsche
Die Feuerpatsche ist ein einfaches, seit dem Mittelalter genutztes Löschwerkzeug, bestehend aus einem langen Holzstiel mit einer flachen, leder- oder stoffbespannten Klatsche. Sie diente primär zur Bekämpfung von Bodenfeuern, indem Flammen durch Schlagen erstickt wurden. Im städtischen Brandschutz waren neben Löscheimern aus Leder oft auch solche Geräte für die Bürger vorgeschrieben.